Sonntag, 25. September 2011

Demo vor FEMSAs Hauptgebäude am 30. September 2011

Diverse Gruppen von Bürgern rufen zu einer ganztägigen Demo vor FEMSAs Hauptgebäude auf. Sie findet am 30. September von 07:00 Uhr bis 21:00 Uhr statt. Wir sehen uns dort!

Französische Zeitungen über das Bauvorhaben in La Pastora

Wir sind wirklich froh, dass französische Medien schon über das Bauvorhaben in La Pastora, die damit verbundene Korruption und die Scheinheiligkeit Heinekens, wenn sie über Umwelt redet, berichten.

LeMonde.fr: http://www.lemonde.fr/idees/article/2011/09/20/la-biere-qui-mentait_1574826_3232.html
Rue89: http://www.rue89.com/planete89/2011/09/25/au-mexique-heineken-trahit-ses-principes-ecologiques-222998

Video-Aufnahmen zeigen den jetzigen Stand von La Pastora

TVAzteca Monterrey hat ein Video veröffentlicht, indem es gezeigt wird, dass die Zerstörung von La Pastora mit großen Schritten vorangeht. Jetzt kann man sich ein Bild davon machen, wie viel Platz für das Stadion benutzt wird. Die Beseitigung der Vegetation wurde schon bis an den Rio La Silla, den Fluss, der La Pastora durchquert, vorangetrieben.

Man kann sich vorstellen dass die Folgen des Bauprojekts über die Grenzen des Grundstückes hinausgehen werden.

Trotzdem sind wir überzeugt, dass solange das Grundstück noch nicht zubetoniert ist, ist noch nicht alles verloren.

Hier kann man sich das Video anschauen:
http://info7.mx/a/noticia/294482

Donnerstag, 22. September 2011

Die Zerstörung von La Pastora hat begonnen

Pünktlich zum mexikanischen Nationalfeiertag haben Baufirmen damit angefangen, die Pflanzen vom für das Stadion vorgesehenen Grundstück zu beseitigen. Der erste Schritt für die Zerstörung von La Pastora hat also stattgefunden.

Jetzt sieht so aus:



was früher so ausgesehen hat:



Wir glauben, dass es noch nicht alles verloren ist. Helft mit, den Tod des Parks zu stoppen!



Donnerstag, 15. September 2011

Felipe Calderón über das Stadion-Bauprojekt

Der mexikanische Präsident Felipe Calderón über das Stadion-Bauprojekt in La Pastora.
Hier wird er befragt, warum das Mexikanische Ministerium für Umwelt und Bodenschätze, SEMARNAT, ein Stadion in einem Naturpark genehmigt hat. Er antwortet, dass das Bauvorhaben ganz genau vom Ministerium analysiert wurde--was diverse Bürgergruppen bestreiten--, aber er sagt auch, dass er sich das nochmals genauer anschauen wird (in die Dokumente "eintauchen", sagt er). Wir erwarten, dass er das macht.
Er sagt auch, dass das Projekt sehr vehement von der Industrie gefördet wird. Ob dieselbe Vehemenz aus der Industrie allein die verschiedenen Behörden zu ihren Entscheidungen bewegt hat?

Mittwoch, 14. September 2011

Demo am 27. August. "Demo der Fragen"

Am 27. August hat eine Demo für La Pastora in Monterrey stattgefunden. Die Bevölkerung Monterreys ist eher gegen Demonstrationen gesinnt, deswegen ist diese Demo mit ihren ca. 600 Teilnehmern ein wichtiges Ereignis.

Die Demonstranten sind durch das Zentrum Monterreys zu FEMSAs Hauptgebäude gezogen, um eine Liste von Fragen zum Bauprojekt einzureichen. Bei FEMSA blieben die Toren aber zu.

Dienstag, 6. September 2011

Dafür kämpfen wir

Mitten in der Kriminalitätswelle, die Monterrey heimsucht, ist die Natur ein weiteres Opfer von Korruption, Gier und der Untätigkeit der Behörden, die eigentlich für Gerechtigkeit und Ordnung sorgen sollten. Auch wenn der Krieg der Drogenkartellen am heftigsten tobt, ist es eine gute Zeit Geschäfte zu machen. Der Fußballklub Rayados de Monterrey plant sein neues Stadion ausgerechnet auf einer der wenigen grünen Flächen in Monterrey bauen zu lassen. Die Firma Desarrollo Deportivo y Comercial SA de CV, ein Tochterunternehmen vom mächtigen Konzern FEMSA, seinerseits Teilinhaber von Heineken Holding, will das neue Stadion auf einem Grundstück bauen lassen, das wichtig für viele Pflanzen- und Tierarten ist. Besorgte Bürger kämpfen jetzt für die Rettung vom La Pastora Park.

Der Kampf für die Rettung von La Pastora ist in erster Linie ein Kampf für den Erhalt der Natur im Park und für den Erhalt einer der wenigen grünen Flächen in Monterrey. Der Ballungsraum Monterreys zeichnet sich durch den Mangel an Bäumen und durch die Luftverschmutzung durch Mikropartikeln aus. Wir sind davon überzeugt, dass auch alle möglichen Maßnahmen zur Minderung der Umweltbelastung durch das Stadionbauprojekt den Verlust der Natur nicht kompensieren können werden. Der Park ist Lebensraum von gefährdeten Tierarten, die einen Eingriff in ihrer Umgebung, wie der von einem solchen Riesenbauprojekt verursacht wird, sicherlich nicht verkraften werden.

Auf einer anderen Seite, kämpfen wir für den Erhalt von öffentlichen Räumen, die in Monterrey auch eine Rarität sind. Wir können nicht akzeptieren, dass ein Grundstück mit solchen Eigenschaften und Qualitäten wie das in La Pastora, von der Regierung für FEMSAs Geschäftszwecke umsonst für sechzig Jahre geliehen wird. Mit schwachen und korrupten staatlichen Institutionen wie sie in Mexiko und im Bundesstaat Nuevo León zu finden sind, können wir uns vorstellen, was hinter den Kulissen von solchen Abkommen zwischen Regierung und Industrie abgehen kann.

Wir Mexikaner erleben derzeit eine tragische Zeit. Die Kriminalität in Monterrey ist bis zu einem Niveau gestiegen, die wir vorher nie gesehen haben. Es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass die Kriminalität durch Korruption von Politikern und Staatsdienern, die aus ganz eigenen Interessen handeln, ermöglicht wird. In diesem Sinne glauben wir, dass auch La Pastora Opfer hiervon ist. Und der Verlust dieser „grünen Lunge“ wird schließlich auch die Menschen in Monterrey schaden. Und das alles für ein privates Geschäft!

Wir kämpfen dafür, dass die Natur in La Pastora erhalten bleibt, und wir kämpfen dafür, dass die Regierung sich auch für die Interesse der Bürger und nicht nur für die Firmen einsetzt.

Die Bauarbeiten werden bald beginnen. Es ist höchste Zeit etwas zu tun, und wir glauben, dass die Rettung von La Pastora noch möglich ist. Bitte helft ihr uns das zu verwirklichen, indem ihr über unseren Kampf weitererzählt. Wir glauben, dass unser Anliegen gerecht ist, und dass wenn wir für La Pastora kämpfen, wir auch für ein besseres Monterrey kämpfen.

Sonntag, 4. September 2011

Ein paar Bilder

Heute haben wir den Nachmittag im La Pastora verbracht. Hier seht ihr ein paar Bilder vom Rio La Silla, dem Wasserstrom der den Park durchquert. Der ist für uns im trockenen Norden Mexikos ein richtiger Fluss.

Zwar habe ich diese Bilder einige hundert Meter vom vorgesehenen Stadiongrundstück entfernt geknipst, aber wer will denn schon glauben, dass ein Stadion für 55.000 Zuschauer und ein Parkplatz für 5000 Pkws die Natur hier nicht aus der Balance bringen können?

So sieht es heute aus, wie wird es in ein paar Jahren aussehen? Mit eurer Hilfe kann es so bleiben.


Die Seite "Wichtige Dokumente" wurde aktualisiert.

Die Seite "wichtige Dokumente" wurde aktualisiert. Da könnt ihr ab jetzt Links zu den folgenden Dokumenten finden:
  1. Bericht über umstrittene Geschäftspraktiken von Heineken im Jahr 2010, erstellt von der niederländischen Organisation SOMO. In diesem Dokument wird das Bauprojekt des Fussballstadions erläutert und kritisiert. Auf Englisch: Heineken - Overview of controversial business practices in 2010. PDF-Dokument: http://somo.nl/publications-en/Publication_3651/at_download/fullfile
  2. Einschätzung der Umweltbelastung durch das Bauprojekt "Estadio de Fútbol Monterrey", erstelllt vom Auftraggeber des Fussballstadions. Dies ist das offizielle Dokument, das beim SEMARNAT, dem mexikanischen Umweltministerium, eingereicht wurde. Auf Spanisch. Manifestación de Impacto Ambiental del Proyecto Estadio de Fútbol Monterrey. http://www.scribd.com/doc/59972897/19NL2011UD035-Manifestacion-de-Impacto-Ambiental-del-proyecto-Estadio-de-Futbol-Monterrey-Mayo-2011
 Leider sind die Dokumente noch nicht auf Deutsch verfügbar, aber wir arbeiten an ihrer Übersetzung.